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5. Zukunftsforum der Jungen GEW in Leipzig


„Lass uns mal was ANDERS machen“

Wir laden euch am 22. Juni 2013 herzlich zum Zukunftsforum in Leipzig ein.

An diesem Tag wollen wir fortschrittliche Konzepte austauschen, diskutieren und multiplizieren. Zunächst könnt ihr in den Workshops alternative Methoden und Konzepte kennenlernen.

Im Anschluss bietet der Marktplatz die Möglichkeit interessante Initiativen der „Leipziger Pädagogikszene“ kennenzulernen und wenn ihr wollt einzusteigen. Und damit nicht genug: Im zweiten Teil des Tages gehen wir gemeinsam in offene Räume (OpenSpace), wo von der vertieften Diskussion bis zur Gründung einer Bildungseinrichtung alles denkbar ist.

Um sich selbst Räume frei zu denken braucht es natürlich viele Menschen und deren unterschiedliche Perspektiven. Deshalb bist du herzlich eingeladen, ob Erzieher*in, Lehrer*in, Sozialpädagog*in, im Studium, in der Ausbildung oder schon in der Praxis, mit uns mal was ANDERS zu machen!


Termin

22.Juni 2013, 09.30 – 16.30Uhr


Ort

Karl-Heine-Str. 22b (Erziehungswissenschaftliche Fakultät der Uni Leipzig)

Anfahrt: Straßenbahnlinien 3 (Knautkleeberg), 14 (Plagwitz)
Haltestelle Felsenkeller


Kosten

Die Teilnahme ist kostenlos! Es wird ein Mittagessen auf Spendenbasis geben. Wir bitten darum, ganztägig dabei zu bleiben. Fahrtkosten werden für GEW-Mitglieder erstattet. Für die Anreise bitte nach Möglichkeit Regionalverkehr und ÖPNV benutzen. Die Workshopanmeldung ist nicht verbindlich, sondern dient lediglich unserer Planung.


Programm

09:00 – 09:30Uhr Ankommen
09:30 – 10:00Uhr Begrüßung, gemeinsamer Einstieg
10:00 – 13:00Uhr Workshops
13:00 – 14:30Uhr Mittagessen, Marktplatz
14:30 – 16:30Uhr OpenSpace


Workshops

Demokratische Schulen in Israel
Theaterpädagogik
Kollegiale Beratung (entfällt)
Politische Comics
Menschenrechtspädagogik
Umgang mit menschenverachtenden Einstellungen (entfällt)
Soziale Medien

 

Demokratische Schulen in Israel

Demokratische Schulen sind Orte, an denen junge Menschen als freie Bürger_innen Verantwortung für ihr eigenes Bildungsleben übernehmen und an denen sie direkt oder indirekt an Entscheidungen, die alle betreffen, teilnehmen können. Sie arbeiten gemäß dem Prinzip ‚ein Mensch – eine Stimme. So wird die reale Chance auf Beteiligung aller sichergestellt und transparent gestaltet. Jede_r Schüler_in entscheidet selber, wann, wo, wie, ob und mit wem sie/er sich mit etwas auseinandersetzt. Weltweit gibt es etwa 70 dieser Schulen, alleine 26 davon in Israel. Im Workshop wird den Teilnehmer_innen das Konzept Demokratischer Schulen vorgestellt und sie erhalten Einblick in den Alltag dieser Orte. Anschließend soll gemeinsam erarbeitet werden, inwieweit diese Schulform eine Alternative zur ‚klassischer‘ Schule darstellen kann.

Zum Referenten: Robert Kruschel, 28, lebt in Leipzig und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in der Integrationspädagogik der Universität Halle. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich mit Demokratischer Bildung und besuchte Demokratische Schulen in Israel, den Niederlanden, den USA und Deutschland.

 

 

Theaterpädagogik

Bewegung und Körpersprache sind Elemente unserer Kommunikation die im Alltag nur wenig Platz erhalten. Gleichzeitig kommunizieren wir aber unbemerkt am stärksten darüber. Darin liegt ein Widerspruch, den wir in der Veranstaltung auflösen werden. Ziel ist es, sich der eigenen „Ausmaße“, Wirkungen und Grenzen wieder bewusster zu werden und dieses Wissen in den Alltag einzubauen. Sei es in der Arbeitswelt oder im privaten Bereich – Improvisationstheater kann einen sehr einfachen, ständig verfügbaren und kooperativen Weg darstellen, mit sich und anderen in unterschiedlichsten Situationen wertschätzend umzugehen. Improvisationstheater und andere theaterpädagogische Methoden sind sowohl als Teambildungsmethode für Mitarbeiter_innen, als auch in der Arbeit mit Einrichtungsnutzer_innen sehr gut geeignet.

Zum Referenten: Martin Nestler ist Sozialarbeiter/-pädagoge und Medienwissenschaftler und verfügt über eine umfassende, praxiserprobte Theaterpädagogikausbildung, die er in mehr als 12 Jahren Berufstätigkeit in verschiedensten Arbeitsfeldern und Improvisationsgelegenheiten erweitert und vertieft hat.

 

 

Kollegiale Beratung

Dieser Workshop entfällt leider.

Die Kollegiale Beratung ist eine Beratungstechnik, mit der in einer Gruppe eine Fragestellung oder ein Problemfall aus dem (Berufs-)Alltag einer teilnehmenden Person besprochen wird. Die Kollegiale Beratung ist von der Gruppe selbstorganisiert, d.h. es gibt keine externe Leitungsperson, und hat den Anspruch, die Teilnehmenden zu befähigen, ihre Probleme selbst zu bewältigen. Im Workshop besprechen wir die Grundhaltung, die der Kollegialen Beratung zugrunde liegt, gehen den Ablauf der Beratung theoretisch durch und üben dann praktisch anhand eines von euch eingebrachten Falles.

Zur Referentin: Bea Tholen arbeitet freiberuflich als Trainerin in der Jugend- und Erwachsenenbildung und wendet die Kollegiale Beratung in der Zusammenarbeit in Teams zur Reflexion der eigenen Praxis an.

 

Politische Comics

„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ lautet das bekannteste und oft missverstandene Zitat des preußischen Generals und Militärtheoretikers Carl von Clausewitz. Auch in den Darstellungen und Inszenierungen von Kriegshandlungen lassen sich medienübergreifend politische Absichten und Werthaltungen nachweisen, die von Apologie bis Ablehnung bewaffneter Konfliktaustragung reichen. In diesem Workshop sollen auf Grundlage einer erzähltheoretisch fundierten und politikwissenschaftlich orientierten Comic-Analyse Kriegscomics untersucht und deren Verwendungsmöglichkeiten in der politischen und historischen Bildungsarbeit diskutiert werden.

Zum Referenten: Mario Zehe, 35, unterrichtet als Studienreferendar am Leibniz-Gymnasium (Leipzig) die Fächer Geschichte und Gemeinschaftskunde. Daneben promoviert er über eine politische Theorie der Comicliteratur.

 

Menschenrechtspädagogik

„Todesstrafe für Kinderschänder". Derzeit verbreitet eine Facebook-Gruppe mit diesem Namen Forderungen nach Wiedereinführung der Todesstrafe in Deutschland. Auch die NPD nutzt diesen Slogan gerne für ihre politische Arbeit. Lehrer_innen werden ebenfalls immer wieder mit dieser Aussage konfrontiert. Doch wie reagieren? Das Thema ist zu komplex um es mit einem Satz abzuhandeln. In diesem Workshop sollen die Grundlagen der Menschenrechtsbildung exemplarisch am Thema "Todesstrafe" (wahlweise und/auch: Kinderrechte) erlernt werden. Mit Hilfe von Unterrichtskonzepten von amnesty international Leipzig kann dies nicht nur theoretisch sondern vor allem auch praktisch erfolgen. Gemeinsam können wir ein Konzept "durchspielen".

Zur Referentin: Anna Lena Müller, 24, studiert Politikwissenschaft an der Universität Leipzig und engagiert sich seit 2008 im Rahmen von amnesty international in der Menschenrechtsbildung an Leipziger Schulen.

 

 

Umgang mit menschenverachtenden Einstellungen

Dieser Workshop entfällt leider.

Der Workshop widmet sich menschenverachtenden Einstellungen und Diskriminierung, die den Teilnehmenden im (Berufs-)Alltag begegnen. Dabei geht es zum einen um die Sensibilisierung und das Verstehen von Wirkungsweisen und zum anderen um mögliche Handlungsoptionen in konkreten Situationen des beruflichen Umfeldes.

Zu den Referent*innen: Peter und Susan sind Teamer*innen des Netzwerk Demokratie und Courage.

 

Soziale Medien

Der Workshop dreht sich um das Thema „Social Media“. Zentrale Fragen sind hierbei „wie nutze ich es bereits im Alltag (privat & beruflich)?“, „welche Chancen und Risiken ergeben sich aus der Nutzung der aktuellen Angebote?“ und „was bedeutet Datenschutz und der ‚Schutz der eigenen Privatsphäre‘ in diesem Zusammenhang?“. Daraus werden im Workshop der pädagogische Mehrwert von Social-Media-Angeboten herausgearbeitet. Hierbei werden erfolgreiche Beispiele besprochen und Anregungen gesammelt, wie das selbst in der Praxis umgesetzt werden kann.

Zum Rerenten: Michael Wuttke ist Diplom Sozialwissenschaftler, IT-Administrator und E-Learning-Referent. Er beschäftigt sich insbesondere mit verschiedenen Plattformen des E-Learning und dem Datenschutz im Internet. Des Weiteren betreibt er qualitative und quantitative Sozialforschung.

 

Zur Anmeldung

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