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Das Bündnis „Warum auch sonst“ erzielte durch die Aktionen am 15. Juli 2014 erste Erfolge


Am 15. Juli 2014 initiierte das Bündnis „Warum auch sonst?“, bestehend aus den sächsischen Studierendenvertretungen für Lehramt der Universitäten in Chemnitz, Leipzig und Dresden, sowie den Junglehrern des SLV und aus der Jungen GEW Sachsen, 
verschiedene Aktionen, um auf die Fehlentwicklungen in der Lehrer_innenbildung hinzuweisen. So klebten in ganz Sachsen zukünftige Lehrer_innen über 30 000 Klebezettel. Sie reagierten damit auf den Werbeslogan des sächsischen Kultusministeriums "Lehrer in Sachsen werden. Aus Überzeugung." mit der Frage

"Warum auch sonst?"

Kern der Aktion war ein Flashmob direkt am Kultusministerium in Dresden. Hier klebten etwa 100 angehende Lehrer_innen eine Vielzahl von „Warum-auch-sonst“-Klebezetteln an die Tür und in das Foyer des Ministeriums. 
Zahlreiche persönliche Probleme hatten die Betroffenen direkt auf die „Denkzettel“ geschrieben. Journalisten für Radio, Fernsehen und Zeitung verfolgten die Aktion aufmerksam. Das breite Presseecho am gleichen und folgenden Tag kann als Erfolg gewertet werden und trägt dazu bei, dass die Missstände der Lehrer_innenbildung auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.
Vorausgegangen war den Aktionen eine Umfrage des Bündnisses unter angehenden Lehrer_innen im Studium und dem Vorbereitungsdienst. Die Ergebnisse, die sich auf Antworten von über 800 Umfrageteilnehmer_innen stützen, zeigen deutlich die Probleme in der Lehrer_innenbildung auf. In zehn Hauptpunkten, die sich in zahlreiche Teilprobleme untergliedern, fordert das Bündnis auf seiner Internetseite www.warum-auch-sonst.de die Beseitigung dieser Probleme. Die Ähnlichkeit zum Internetauftritt des Kultusministeriums, auf der überschwänglich für den Lehrer_inneberuf geworben wird, scheint dabei kein Zufall zu sein. 
Trotz der umfangreichen Auflistung der Missstände und die durch die öffentlichen Aktionen bekräftigten Forderungen, reagiert Kultusministerin Brunhild Kurth weiterhin nicht auf die Probleme, sondern schiebt ihre Mitarbeiter_innen vor. 
Einige Vertreter_innen des Bündnisses wurden zwar direkt nach dem Flashmob in das Ministerium zu einem Gespräch gebeten, wo  die Verwaltungsebene erneut glaubhaft machen konnte, dass man an der Lösung vieler Probleme interessiert sei. Gleichzeitig wurde jedoch herausgestellt, dass die Lösung der Probleme enge finanzielle Grenzen habe.

So wurden die Folgekosten von konkreten Lösungsvorschlägen des Bündnisses vorgerechnet und immer wieder auf Verantwortung anderer Akteure verwiesen. Das bereits in anderem Kontext vereinbarte Verfahren, mit den einzelnen an der Lehrer_innenbildung  beteiligten Akteuren Einzelgespräche zu führen und konkrete Probleme zusammenzutragen, wurde noch einmal bekräftigt. 
Antworten auf politische Forderungen nach Gleichstellung von Lehrer_innen aller Schularten in Studiendauer und Entlohnung blieben unbeantwortet. Auch wurde deutlich, dass man nicht bereit ist, mehr Ressourcen für die Lehrer_innenbildung zur Verfügung zu stellen. Obwohl hinter fast allen aufgeführten Problemen Personal- und Finanzmangel steht, scheint die Landesregierung nicht bereit zu sein, die Zukunft der sächsischen Schüler_innen und Lehrer_innen ernst zu nehmen.
So setzte das Ministerium direkt im Anschluss gegenüber den Teilnehmer_innen des Flashmobs ein deutliches Zeichen indem es die Klebezettel samt der persönlichen Probleme der angehenden Lehrer_innen abnehmen und entsorgen ließ.
Das Aktionsbündnis wird nun seine Forderungen kontinuierlich konkretisieren, mit verschiedenen Akteuren der Lehrer_innebildung sprechen und weiterhin auf die Missstände aufmerksam machen.

Die bisherigen Anstrengungen haben keineswegs zur Beseitigung der Probleme geführt. Das Bündnis fordert daher endlich ein klares Statement der Staatsministerin Kurth, wie es in der Lehrer_innenbildung weiter gehen soll!
 
 
 
 
 

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