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8. Zukunftsforum der Jungen GEW Sachsen - "Organize yourself!"


Seiteninhalt:

 

Wann und wo?

14. November 2015
09:00 - 18:00 Uhr

GEW-Landesgeschäftstelle
Nonnenstraße 58
04229 Leipzig

 

Was?

Wir laden euch, Beschäftigte, Studierende, Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst, Promovierende, GEW-Mitglieder und Aktive aus allen Bildungsbereichen, herzlich zu unserem 8. Zukunftsforum unter dem Motto "Organize yourself!" nach Leipzig ein. Wie bei den vergangenen Zukunftsforen erwarten uns auch diesmal eine Reihe von interessanten, kritischen Workshops rund um die Themen Bildung, Gewerkschaft und Gesellschaft. Die Teilnahme ist kostenlos und für Mitglieder werden sogar die Fahrtkosten übernommen. Somit steht ihr lediglich vor der Qual der Wahl euch zwischen den verschiedenen Workshops zu entscheiden. Wir freuen uns sehr über jede Teilnahme und bitten lediglich für unsere Planung um eine unverbindliche Rückmeldung über das Anmeldeformular.

Höhepunkt der Veranstaltung wird eine Podiumsdiskussion mit dem Thema "Wieviel Streik kann man der Gesellschaft zumuten?". Die Anfragen an verschiedene Referent*innen laufen derzeit noch. Sobald dies abgeschlossen ist, werden wir hier eine genauere Ausschreibung der Podiumsdiskussion veröffentlichen.

 

Organize yourself!

Der gewerkschaftliche Grundgedanke ist, dass man sich gemeinsam organisiert, um bessere Arbeitsbedingungen und damit ein besseres Leben sowie eine soziale Gesellschaft auszuhandeln. Damit sind Gewerkschaften ein wichtiges Element zu einer basisorientierten gesellschaftlichen Demokratisierung. Zugleich hat die GEW als Bildungsgewerkschaft seit jeher den Anspruch, sich auch bildungspolitisch zu positionieren und sich in entsprechende Debatten einzubringen. So steht die GEW für ein Bildungssystem, das alle Menschen gleichberechtigt mitnimmt. Damit bleibt auch eine gesellschaftspolitische Debatte beispielsweise zu den Themen Inklusion oder dem Umgang mit Geflüchteten nicht aus.

Voraussetzungen für das gemeinsame Organisieren ist die Genese und Erarbeitung von entsprechendem Wissen und bestimmten Kompetenzen, die Herausarbeitung gemeinsamer Positionen sowie einen Diskurs über verschiedene legitime Positionen zu einem Thema. Mit dieser Idee führen wir seit 2010 erfolgreich jährlich ein bis zwei Zukunftsforen in der GEW Sachsen durch, die sich mit verschiedenen Workshops gezielt auch Nichtmitgliedern öffnet und damit mit möglichst geringen Hürden einen Zugang zu gewerkschaftlichen Diskussionen schafft.

Das diesjährige Motto "Organize yourself!" dient einerseits dem Aufruf sich zu organisieren und spielt andererseits auf die Möglichkeit an, dass das Zukunftsforum als Ort gesehen wird, wo man sich, neben der Vernetzung mit anderen Interessierten, auch zum gemeinschaftlichen Organisieren selbst befähigen kann.

 

Ablauf

09:00-10:00 Ankommen, Anmeldung, Frühstück
10:00-12:30 Workshop-Phase I
12:30-13:30 Mittagspause
13:30-16:00 Workshop-Phase II
16:00-16:30 Kaffeepause
16:30-18:00 Podiumsdiskussion "Wieviel Streik kann man der Gesellschaft zumuten?"

 

Anmeldung

Die Anmeldung und Teilnahme ist KOSTENLOS und wird mit einer Teilnahmebestätigung attestiert. Fahrtkosten können für alle GEW-Mitglieder übernommen werden. Sollte es für Nicht-Mitglieder an den Fahrtkosten scheitern, meldet euch unter info@gew-jugend-sachsen.de und wir finden eine Lösung.

Hier geht es zum Online-Anmeldeformular.

Leider kommt es zeitweise zu Server-Problemen. In dem Fall meldet euch bitte unter Angabe aller relevanten Informationen aus dem Formular bei burkhard.naumann (ät) posteo.de an.

 

Podiumsdiskussion

"Wieviel Streik kann man der Gesellschaft zumuten?" Welchen Einfluss haben Streiks auf die öffentliche Meinung zu gewerkschaftlicher Organisation? Wie vermittelt man den Arbeitskampf als Gewerkschaft? Und wie arbeiten Gewerkschaften dabei zusammen? Als Höhepunkt des Zukunftsforums werden wir uns mit diese Fragen auseinandersetzen. Es diskutieren:

  • Uschi Kruse (GEW)
  • Steffen Reißig (IG Metall)
  • Erik Wolf (DGB)
  • Gisela Grüneisen (ehem. Landeselternrat)

 

Workshops

Änderungen vorbehalten

Workshop-Phase I:

  1. Stimme im Lehrberuf
  2. Schule in der Demokratie und Demokratie in der Schule
  3. Asylrecht
  4. Datenschutz mit Jugendlichen thematisieren

Workshop-Phase II:

  1. Rolle der Gewerkschaften in der Gesellschaft
  2. Kompetenzbolognese - ein Workshop zu Bologna und Kompetenzorientierung
  3. Demokratie stark machen

 

Beschreibungen

1. Stimme im Lehrberuf

Einführungsseminar
Die Freude an der Berufsausübung als Lehrer*in hängt auch von einer optimal leistungsfähigen Stimme ab. Heiserkeit, häufiges Räuspern und Halsschmerzen können Folgen falscher Atem- und Stimmtechnik sein. Hat sich einmal ein stimmschädigendes Verhalten etabliert oder wird einer Heiserkeit nicht achtsam begegnet, kann dies zum Beispiel zur Entwicklung von Stimmlippenknötchen oder einer Kehlkopfentzündung führen. Längere Krankheitsphasen aufgrund einer Stimmstörung und sogar Berufsunfähigkeit können die Folgen sein. Da die Wichtigkeit eines kompetenten Umgangs mit der eigenen Stimme im Lehrberuf von den auszubildenden Institutionen häufig zu wenig erkannt und gefördert wird, sind fundierte und praxisorientierte Seminare für angehende Lehrer*innen meist schwer zu finden. Dies wird von vielen Stimmärzt*innen und Logopäd*innen als fahrlässiges Ausbildungsdefizit bemängelt, da es sich beim Beruf des Lehrers/der Lehrerin um einen klassischen Sprechberuf handelt. Neben diesem präventiven Beitrag zur Gesundheit von werdenden Lehrer*innen verhilft ein klangvolles, dynamisches und anstrengungsfreies Sprechen, die Schüler*innen souverän und wirkungsvoll durch den Unterricht zu leiten. Mit einer ansprechenden Stimme lassen sich zum Beispiel Inhalte eingehender vermitteln und auch die Aufmerksamkeit der Schüler*innen einfacher lenken.

In dem knapp dreistündigen Einführungsseminar wird Stimmarbeit in erlebnisorientierter Weise und speziell für werdende Lehrer*innen intensiv und ganz praxisnah vermittelt, kollegialer Austausch angeregt und ein Transfer für kleine Übungen in den eigenen (Berufs-) Alltag angeboten.

Inhalte:

  • Stimm- und Sprechübungen
  • Stimmentlastung im Schulalltag
  • Stimmhygienische Maßnahmen
  • Entspannungsübungen

Referent: Dominik Klarhölter, staatlich anerkannter Logopäde, Sprecherzieher

 

2. Schule in der Demokratie und Demokratie in der Schule

Der Workshop gibt Einblick in demokratische Schulen und Demokratie-Pädagogik, stellt zukunftsrelevante Fragen und geht mit den Teilnehmer*innen auf die Suche nach stimmigen Antworten.

Die Zukunft von Demokratie und Schule wirft ja einige Fragen auf zB.:

  • Welche Rolle hat Schule im 3.Jahrtausend für eine demokratische Welt?
  • Wie wird Demokratie gelebt und gelernt?
  • Wie gestaltet man nachhaltige demokratische Strukturen im Kontext Bildungseinrichtung?

Referent*in: Initiative Bildung in Zukunft e.V. (IBiZ) ist ein Verein mit verschiedenen Projekten für demokratische und partizipative Bildung und Entwicklung.

Juliane Hörschelmann ist Erziehungswissenschaftlerin, M. A., sie lebt seit 2004 in Leipzig und arbeitet seit 2012 am Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS), Arbeitsschwerpunkt: Lehren & Lernen an der Hochschule. Seit 2011 ist sie Mitglied und seit 2015 Vorstandsvorsitzende der IBiZ, Schwerpunkt: Moderieren von Gruppen & Teams, Coaching & Trainings.

Sanja Liebermann ist Lehrerin für Oberschulen, sie lebt seit 2001 in Leipzig und arbeitet seit 2013 an staatlichen Schulen, vorher hat sie Erfahrungen an freien und demokratischen Schulen gesammelt. Seit 2010 ist sie Mitglied und seit 2012 Vorstand der IBiZ, Schwerpunkt: Demokratiepädagogik und demokratische Entwicklung

 

3. Asylrecht

An dem Thema Geflüchtete und Asylsuchende kommt in den letzten Monaten niemand mehr vorbei. Dabei schweben immer wieder Begriffe im Raum, die nur zum Teil oder gar nicht erklärt werden. Was ist der Unterschied zwischen Asyl und Flüchtlingsschutz, was heißt subsidiärer Schutz und was sind sichere Herkunftsstaaten? Wann gilt europäisches Recht, wann nationales, was ist Aufgabe des Bundes, was der Länder oder Kommunen? In diesem theoretischen  Workshop werden wir versuchen, diese Begriffe und Fragen zu klären und uns an den rechtlichen Hintergrund des deutschen Asylsystems herantasten.

Referentin: Mine Hänel studiert Politik- und Erziehungswissenschaften und beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Thema Asyl.  Seit Januar 2015 ist sie im Sprecherinnenteam der jungen GEW Sachsen.

 

4. Datenschutz mit Jugendlichen thematisieren

"Sag mir deinen Namen und ich sag dir, wer du bist"
Schnell eine App herunterladen, dann ein Bild posten, die beste Freundin darauf verlinken und später noch online abfragen, wer mit ins Kino kommt... Diese vielen kleinen Informationen über sich selbst geben Jugendliche tagtäglich von sich preis. Kostenlose Angebote im Netz bezahlen sie mit der Weiterverwendung ihrer Angaben - Daten sind zur Währung geworden. Im Workshop "Sag mir deinen Namen und ich sag dir, wer du bist" werden verschiedene Herangehensweisen an das Thema Datenschutz mit Jugendlichen erprobt und vorgestellt. So geht es um Methoden, die Datenspuren im Netz sichtbar machen, um das Anregen von Diskussionen sowie um die Förderung des selbstkritischen Umgangs mit Daten. Ziel des Workshops ist es, einen Methodenpool für die praktische Medienarbeit mit Jugendlichen zum Thema Datenschutz im Netz zu erarbeiten.

Referentin: Susan Panzer und Carolin Betker (SAEK Leipzig)

 

5. Rolle der Gewerkschaften in der Gesellschaft

Wozu sind eigentlich Gewerkschaften da? Zum Streiken? In diesem Workshop soll die Rolle von Gewerkschaften kritisch beleuchtet werden - für den Einzelnen und für die Gesellschaft. Außerdem soll beleuchtet werden, wie Gewerkschaften intern und extern agieren. Für den Workshop ist kein Vorwissen nötig.

Referentin: Viktoria Kanzler ist während ihres Studiums an der TU Dresden der GEW beigetreten und hat seitdem an verschiedenen Projekten mitgearbeitet. Seit Januar 2015 ist sie im Sprecher*innenteam der Jungen GEW Sachsen.

 

6. Kompetenzbolognese - ein Workshop zu Bologna und Kompetenzorientierung

Seit einigen Jahren werden Lehrpläne und Hochschulstudium auf Kompetenzen anstelle von Fachwissen ausgerichtet. Doch was sind eigentlich Kompetenzen? Was bedeutet diese Umorientierung fürLehrende und Lernende? Können Kompetenzen überhaupt gelehrt und geprüft werden? Und wenn ja, wie? Bedeutet diese Neuorientierung Empowerment und eine Abkehr von verstaubten Bildungsideen, oder ist es Ausdruck einer (neoliberalen?) Forderung an die einzelne, sich jegliches Wissen selbst aneignen zu können? Im Workshop wenden wir uns diesen Fragen zu und diskutieren, wie wir als (angehende) Lehrende damit umgehen können und wollen.

Referentinnen: Julia Fritsch studiert Lehramt Deutsch/Französisch. Dorothee Riese ist Politikwissenschaftlerin.

 

7. Demokratie stark machen

Der Workshop „Demokratie stark machen“ widmet sich der Einbindung mediengestützter innovativer Methoden zur Demokratieförderung in Bildungskontexten. Umdemokratische und interkulturelle Kompetenzen im pädagogischen Prozess zuvermitteln, braucht es Methoden, die die Lebensrealität der Zielgruppe- meist Kinder und Jugendliche - im Blick haben. Daher eignet sich die Arbeit mit (Neuen) Medien besonders gut für die angesprochene Thematik. Kollaborative Methoden befördern demokratische Kompetenzen, ohne vordergründig mit dem Thema Diskriminierung zu argumentieren.

In dem Workshop können verschiedene Online-Angebote ausprobiert werden. Die Programme und Plattformen sind kostenfrei und ohne Programminstallationen nutzbar. Durch die breiten Anwendungsmöglichkeiten gibt es keine Beschränkung auf einzelne Schulfächer, auch die außerschulische Bildungsarbeit ist angesprochen. Der Workshop lebt von dem Ausprobieren der verschiedenen Programme, u.a. anhand rassismuskritischer Lernmaterialien.

Referent: Alexander Stärck und Alexandra Sobotta vom Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V.

Alexander Stärck ist Diplom-Erziehungswissenschaftler, mit Unterstützung der Hans-Böckler-Stiftung Promovend im Themenfeld „Frühpädagogische Prävention von Vorurteilen und Diskriminierung“ und arbeitet ehrenamtlich im Verein Engagierte Wissenschaft e.V. Der Workshop wurde im Rahmen einer Projektarbeit für den Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V. konzipiert.

Alexandra Sobotta ist Politik- und Kulturwissenschaftlerin und absolviert derzeit ein weiterführendes Studium der Pädagogik. Seit 2012 ist sie freie Mitarbeiterin des Landesfilmdienst Sachsen für Jugend- und Erwachsenenbildung e.V.

Warum Gewerkschaft?


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