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Organize yourself - Die Junge GEW Leipzig lud zum Zukunftsforum


In den Räumlichkeiten der Landesgeschäftsstelle der GEW in Leipzig fand am 14. November das Zukunftsforum der Jungen GEW Sachsen statt. Die Workshops orientierten sich an gewerkschafts- und bildungspolitischen Schwerpunkten. Neben praktischer Arbeit mit der und über die eigene Stimme konnten die Teilnehmenden auch mit Vertreter*innen der Demokratiepädagogik zusammenarbeiten und dadurch zahlreiche Impulse für praktische Tätigkeiten in allen Bereichen des Bildungssystems mitnehmen. Die Referent*innen aus den Reihen der Jungen GEW stellten einem interessierten und kritischen Publikum ihre Arbeitsbereiche vor, wodurch ein intensiver Austausch angeregt wurde. Die Rolle der Gewerkschaft wurde diskutiert, über Asylpolitik informiert und die Bildungsstandards kritisiert. Visionen konnten geteilt, Bekanntschaften geknüpft und Meinungen ausgetauscht werden.

Um die vegane Mittagsverpflegung der 40 Teilnehmer*innen kümmerte sich ein Leipziger Hausprojekt, die sich größter Beliebtheit erfreute. Am Nachmittag versammelten sich Vertreter*innen von GEW (Uschi Kruse), IG Metall (Steffen Reißig) und DGB (Erik Wolf) gemeinsam mit der ehemaligen Landeselternratsvorsitzenden Gisela Grüneisen auf dem Podium, um das Thema: "Wieviel Streik man der Gesellschaft zumuten kann" zu diskutieren. Angesichts eines ereignisreichen und teilweise zermürbenden Streiksommers wurden die Diskutant*innen aufgefordert, zu Solidarität und Zusammenarbeit unter Gewerkschaften und zu Tarifstreitigkeiten Stellung zu beziehen. Der Fokus wurde auch auf den Aspekt gelegt, wie Gewerkschaften in der Gesellschaft wahrgenommen werden. Eine emotionale, aber dennoch harmonische Debatte ließ erkennen, dass Streik für alle Beteiligten extrem belastend ist, dass seine Organisation und Vorbereitung höchster Umsicht und Akkuratesse bedarf und dass seine Umsetzung immer auch andere Gewerkschaften betrifft. Interessant waren Einblicke in die praktische Solidarität zwischen Gewerkschaften: Stefan Reißig berichtete, dass während des Streiks im Sozial- und Erziehungsdienstes von der IG Metall Plakate in den Betrieben aufgehängt wurden, welche die Beschäftigten zur Solidarität aufriefen. Dagegen können Streiks, die nicht in übergreifenden Solidargemeinschaften - welche Gewerkschaften nunmal sind - abgestimmt werden, durchaus schädigend für die Streikbewegung sein, denn Streik müsse immer das letzte Mittel bleiben. Im Gespräch entstanden wichtige Impulse für die Zukunft der Gewerkschaftsarbeit und der Zusammenarbeit von Gewerkschaften. So stellt sich vor allem die Frage der Nachhaltigkeit des Arbeitskampfes in einer Gesellschaft, die Gewerkschaft und ihr Anliegen eher als eine Randerscheinung wahrnimmt. Verwiesen wurde auch auf den Aspekt, dass die Öffentlichkeitsarbeit von Gewerkschaften nicht mehr stiefmütterlich behandelt werden sollte.

Wer weiterhin über die Arbeit der Jungen GEW Leipzig informiert werden möchte, meldet sich einfach unter jungegew_le (ät) gmx.de.

Junge GEW Leipzig

(Der Artikel erscheint im Januar 2016 in der GEW-Mitgliederzeitung E&W Sachsen)

   

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