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4. Zukunftsforum in Dresden


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Inhalt

 

Was ist das?

Wir laden euch hiermit herzlich zu unserem 4. Zukunftsforum ein. Dieses Mal wollen wir uns mit den verschiedenen Workshops gezielt den Anforderungen und Problemen der Bereiche, die in der Bildungsgewerkschaft GEW organisiert sind, zuwenden. Was sind die Voraussetzungen und Themen für moderne Bildungseinrichtungen aus der Sicht derjenigen, die in ihnen arbeiten, lernen und studieren? Was können wir auf dem Weg dahin leisten und welche Forderungen sind zu stellen? Hier bekommst du praktische Unterstützung, kannst dich informieren, deine Themen einbringen und gemeinsam mit uns aktiv werden. Occupy your education!

 

Wann und wo?

Samstag, 17. November 2012
9.30 Uhr bis 18.00 Uhr (danach World-Kneipe)

BSZ für Technik „Gustav Anton Zeuner“
Gerokstraße 22

01307 Dresden

Anfahrt: Straßenbahn Linie 6
Haltestelle Permoserstraße

 

Anmeldung

Für die Raum- und Essensplanung bitten wir um eine unverbindliche Anmeldung auf unserer Website. Die Teilnahme ist kostenlos! Wir bitten darum, ganztägig dabei zu bleiben.

Hier geht's zum Anmeldeformular!

 

Material

 

Ablauf

09.30 Uhr Ankommen - Kaffee und Imbiss
10.00 Uhr Eröffnung
10.30 Uhr World-Café
11.15 Uhr Pause
11.30 Uhr Workshops I
13.00 Uhr Mittagspause - Essen und Infostände
14.00 Uhr Workshops II
17.00 Uhr Perspektiven & Feedback
18.00 Uhr offizielles Ende
ab 18.00 Uhr World-Kneipe - gemütliches Weiterreden

 

Rahmenprogramm

Von der Eröffnung bis zum Abschluss und über das Zukunftsforum hinaus haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen einzubringen. Während der Workshop-Phasen werden somit auch immer freie Räume und Material angeboten, um selbstständig Workshops zu organisieren oder Diskussionen weiterzuführen. Im Anschluss an die Veranstaltung ziehen wir in eine Kneipe um, wo der Austausch und Diskussionen in lockerer Atmosphäre weitergeführt werden können. Wir hoffen, dass ihr die interessanten Themen als Anregung nutzt, sich in und für euren Bildungsbereich zu organisieren und einzusetzen.

 

Workshops

Übersicht

Workshops I (11.30 Uhr bis 13 Uhr)

Workshops II (14 Uhr bis 17 Uhr)


Workshops I (11.30 Uhr bis 13 Uhr)

Zeit- und Selbstmanagement

Immer mehr Menschen haben immer weniger Zeit. Deshalb ist es umso wichtiger bewusster mit der eigenen Zeit umzugehen. Vor dem Hintergrund ist mein Ziel für den Workshop, dass jede/r eine neue Idee für einen positiveren Umgang mit der eigenen Zeit mit nach Hause nimmt. Der Workshop ist eine bunte Mischung aus Inputs, Möglichkeiten zum Austausch und zur Selbstreflexion.

Referent: Rico Riedel
Die wirksame Gestaltung von Veränderungsprozessen und die demokratische Gestaltung von Bildungsprozessen sind aktuell die Schwerpunkte meiner Arbeit. Denn es macht mir Freude, mich auf die Suche nach dem Potential zu begeben, dass in jedem von uns steckt und einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem es sich entfalten kann!
Dieses Anliegen verfolge ich

  • ehrenamtlich u.a. bei der GEW und der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik
  • angestellt beim Kinder- und Jugendring Sachsen mit der Entwicklung von Jugendbeteiligung im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
  • selbständig u.a. als Trainer in der LAG pokuBi zu demokratischer Konfliktlösung oder in der Ausbildung von Juleica-Ausbilder/innen oder Mitwirkungsmoderator/innen und als Prozessbegleiter von Veränderungsprozessen in Schulen und anderen Bildungsorganisationen.

 

Wer ist diese GEW?

Was macht die Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft und was hat das mit mir zu tun?

Ausgehend von euren Fragen und Interessen wird sich dieser Workshop mit der Arbeit und dem Aufbau der GEW, der Mitgliedschaft, zentralen inhaltlichen Forderungen, den Erfolgen unserer Arbeit und Beteiligungsmöglichkeiten in der GEW beschäftigen.

Referent: Burkhard Naumann ist Sprecher der Jungen GEW Sachsen und des Bundesausschuss Junge GEW. Durch die politische und organisatorische Arbeit und Vertretung der Mitglieder bis 35 Jahren auf Landes- und Bundesebene hat er in den vergangenen Jahren einen guten Einblick in die GEW bekommen. Burkhard studiert den Master für Lehramt Gymnasium an der TU Dresden und ist dort beim Fachschaftsrat Allgemeinbildende Schulen aktiv.

 

Gender im Lehrbuch. Von Traumprinzen und Familien.

Mädchen dürfen ihren Traumprinzen basteln und Jungen ihre Traumprinzessin und beim Thema Familie lachen Mutti-Vati und Kind(er) im Schulbuch. Schwule, Lesben, Trans*: Fehlanzeige, ob "heimlicher Lehrplan" oder Lehrbuch, Schule ist geprägt durch einen meist heterosexuellen Rahmen. Im Workshop soll ein Blick auf die Situation von lesbischen, schwulen und trans* Jugendlichen geworfen werden und was die Schule für Chancen hat mehr Licht ins Dunkel zu bekommen.

Referent: Danilo Ziemen ist Trainer der Erwachsenen- und Jugendbildung mit Schwerpunkt der rassismuskritischen und sexismuskritischen Bildungsarbeit.
 

Aktivierung und Selbstorganisation des akademischen Mittelbaus

(fällt leider aus)

Seit Ende 2009 gibt es an der Freien Universität Berlin die Initiative FU-Mittelbau – ein Zusammenschluss aller AkademikerInnen, die nicht mehr studieren und noch keine ProfessorInnen sind. Der Mittelbau wird hier breit verstanden und selektiert nicht nach dem Status in der Selbstverwaltung oder der Finanzierung: DoktorandInnen mit oder ohne Stipendium, Wissenschaftliche Mitarbeiter an Lehrgebieten oder in Drittmittelprojekten, Lehrbeauftragte, PrivatdozentInnen, Angestellte im Wissenschaftsmanagement usw.
Christof Mauersberger ist einer der Initiatoren der Initiative und berichtet von den Erfahrungen in Berlin, die heterogene und zunehmend von der Prekarisierung betroffene Gruppe zu organisieren, eine Kommunikation untereinander herzustellen, den Dialog mit der Hochschulleitung zu suchen und letztlich Verbesserungen für den Mittelbau durchzusetzen.
Im Anschluss an den Vortrag sollen Chancen und Möglichkeiten der Selbstorganisation und -aktivierung des akademischen Mittelbaus an der TU Dresden mit den Workshop-TeilnehmerInnen diskutiert werden.

Referent: Christof Mauersberger promoviert als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Internationale Politische Ökonomie der Freien Universität Berlin.

 

Was ist eigentlich Inklusion?

Seit dem Inkrafttreten der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung 2009 in Deutschland ist die Inklusionsdebatte in vollem Gange. In diesem Workshop erarbeiten sich die Teilnehmer einen Überblick zum Begriff der Inklusion, sie lernen was unter inklusiven Werten zu verstehen ist und erhalten einen Einblick in die europäische Diskussion.

Referent: Robert Kruschel, der Lehramt an Förderschulen studiert hat, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand der Integrationspädagogik bei Prof. Dr. Andreas Hinz an der MLU Halle-Wittenberg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Inklusive Pädagogik und Schulentwicklung, Demokratische Bildung sowie Persönliche Zukunftsplanung.

 

Vorbereitungsdienst und Berufseinstieg für Lehrer_innen

In unserem alljährlichen Workshop zum Vorbereitungsdienst und Berufeinstieg für junge Lehrerinnen und Lehrer wollen wir erneut strukturelle Probleme dieser Phase und Möglichkeiten zu deren Lösung diskutieren. Gleichzeitig soll diesmal die Perpektive auf die Frage erweitert werden, was wir als Einzelne bereits innerhalb der bestehenden Regelungen tun können, um für alle und in erster Linie für uns selbst den Berufseinstieg so erfolgreich und spannungsfrei wie möglich zu gestalten. Der Workshop richtet sich als moderierter Erfahrungsaustausch vor allem an diejenigen, welche sich entweder vor oder mitten im schulischen Vorbereitungsdienst befinden bzw. diesen bereits absolviert haben und möglicherweise selbst schon als Mentor_innen tätig gewesen sind. Im Laufe des Workshops sollen die gemeinsam erarbeiteten Erbgebnisse festgehalten werden, um sie im Nachgang den Teilnehmenden als kleine Handreichung für den persönlichen Berufseinstieg aufzubereiten und zukommen zu lassen. Darüber hinaus soll jedoch auch ein Anstoß zur mittel- und langfristigen Arbeit an den strukturellen Probleme des schulischen Vorbereitungsdienstes, etwa durch die Formulierung von Reformvorschlägen in einem gemeinsamen Positionspapier, geben werden.

Referenten:
Michael Jahr Lehramtsstudent, Junge GEW seit 2009, AG "Demokratische Lehrer_innenbildung in Sachsen" mit dem Arbeitsschwerpunkt auf der Reform des schulischen Vorbereitungsdienstes
Sebastian Metzner Referendar 2008-2010, Lehrer für Sekundarstufe II seit 2010, Mentor für Referendar_innen seit 2012

 

Gewerkschaft und Antifaschismus

(fällt leider aus)

Neo-Nazismus und Rassismus sind an vielen Orten stärker geworden. Wo es nicht gelingt ihn zurückzudrängen, bedroht er die Fundamente gewerkschaftlichen Engagements: die Unteilbarkeit der Menschenrechte und das Prinzip der Solidarität gegen das der Konkurrenz.
Der Workshop gibt einen Überblick über Aktivitätsfelder der extremen Rechten, Wirkungsweisen von Rassismus und zeigt Möglichkeiten auf dagegen gemeinsam aktiv zu werden.

Referent: Christoph Ellinghaus ist Gewerkschaftssekretär der IG Metall in Jena und aktiv im Jenaer Aktionsnetzwerk

 

Workshops II (14 Uhr bis 17 Uhr)  

 

Arbeitsvertrag, Arbeitsrecht und Personalratsarbeit für Erzieher_innen

Ziel: Die Gestaltung der Zukunft baut sich auf der Aufgabenerfüllung der Gegenwart auf.

Der Arbeitsvertrag - ein individualrechtlicher Vertrag:

  • Gesetzliche Grundlagen für den Arbeitsvertrag
  • Vertragsänderungen
  • Vermeiden von Kündigungen

Arbeitsrecht:

  • Gesetzliche Grundlagen
  • Verpflichtungen des Arbeitnehmers
  • Pflichten des Arbeitgebers
  • Direktionsrecht
  • Arbeit und Gewerkschaft

Personalratsarbeit:

  • Übernahme eines Ehrenamtes
  • Vielseitige Anforderungen an ein Personalratsmitglied
  • Grundlage der Personalratsarbeit ist Aneignung und Anwendung von Wissen
  • Beratung für und mit den Mitarbeitern
  • Gestaltung eines zukünftigen sozialen Arbeitsprozesses

Referentin: Anneheide Hoffmann

 

Inklusion in Sachsen

In diesem Workshop wird die aktuelle Diskussionen rund um das Thema Inklusion aufgegriffen und die Position der GEW Sachsen vorgestellt. Anhand dieser werden aktuelle Entwicklungen und Probleme sowie mögliche Lösungansätze gemeinsam vor dem Hintergrund individueller Erfahrungen diskutiert.

Referent: Robert Kruschel, der Lehramt an Förderschulen studiert hat, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand der Integrationspädagogik bei Prof. Dr. Andreas Hinz an der MLU Halle-Wittenberg. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Inklusive Pädagogik und Schulentwicklung, Demokratische Bildung sowie Persönliche Zukunftsplanung.

 

Wie man Freiheit (ab)schafft!? - Das neue sächsische Hochschulfreiheitsgesetz

Bereits 2008 wurde das Sächsische Hochschulgesetz grundlegend novelliert. Unter dem Slogan „SIE VERLASSEN DEN DEOMKRATISCHEN SEKTOR – Für ein Gebührenfreies Studium mit Demokratie und Mitbestimmung“ haben die Studierendenschaften einen Protest organisiert und schließlich ca. 10.000 Studierende auf dem Landtagsvorplatz zu einer Demonstration zusammengebracht. Einige wenige Zugeständnisse wurden damals seitens der großen Koalition gemacht. Das betrifft zum Beispiel die Studiengebührenfreiheit. Diese wird nun durch die kürzlich erfolgte Novelle der schwarz-gelben Koalition in Sachsen zum Hochschulfreiheitsgesetz aufgehoben. Nebenbei wird der Freiversuch abgeschafft und die Mitgliedschaft in der verfassten Studierendenschaft wird freiwillig. Auch die Ausgründung von Teilbereichen der Universität wird vereinfacht. Im Eilverfahren wurden die damaligen Zugeständnisse über die Köpfe der Studierendenschaften hinweg widerrufen.
In diesem Workshop soll eine Übersicht über das aktuelle Hochschulfreiheitsgesetz und insbesondere die geänderten Passagen gegeben werden. Weiterhin sollen mögliche Folgen, wie z. B. die Aushöhlung der Studierendenschaft, das Ende des Semestertickets oder Ausgründungen von Kernbereichen der Hochschulen diskutiert werden.

Referenten:
Armin Grundig: ehemaliger Geschäftsführer für Soziales im Studentenrat der TU Dresden
Vincent Drews: DGB Jugend Sachsen

 

Studieren und dann promovieren?

Der Workshop bietet die Möglichkeit, sich mit den Entscheidungs- und Arbeitsprozessen der Promotionsphase zu beschäftigen. Die Einbeziehung persönlicher Themen und der Arbeits- und Lebenssituationen bietet die Gelegenheit sich mit den konkreten Entscheidungen und der Planung einer eigenen Promotion auseinanderzusetzen. Inhalte des Seminars sind: – Entscheidung zur Promotion: Wie ist die Motivation zu promovieren? Warum entscheidet man sich für eine Promotion? Krisen im Promotionsprozess – Lebensphase Promotion – Finanzierungsmöglichkeiten der Promotion: Vorstellung der Möglichkeiten, aber auch Vor- und Nachteile von Stipendien und Stellen und der damit verbundenen arbeitsrechtlichen und sozialen Absicherung.

Referentin: Claudia Koepernik
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Offene Hochschule Zwickau" der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Freie Trainerin in der Erwachsenenbildung vor allem im Bereich Promotion, Mitherausgeberin der GEW-Handbuchs Promovieren mit Perspektive.

 

„Dabei ging alles so nett los....“ - Mentoringverhältnisse in Promotion, Ausbildung und Vorbereitungsdienst

Das Verhältnis zu Mentor_innen entscheidet im Vorbereitungsdienst an den Schulen aber auch in der Promotion (Doktorvater/mutter) oder in der Erzieher_innenausbildung wesentlich über den Erfolg der beruflichen Qualifikation.
Leider sind die Vorstellungen über die Ausgestaltung dieses Verhältnisses häufig nicht nur unterschiedlich, sondern geradezu gegensätzlich. An Stelle von unterstützender Beratung, gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung dominieren zu oft Reglementierung, Unterordnung und Vorwürfe das Verhältnis und führen auf beiden Seiten zu negativem Stress und Mehrbelastung.
Der Workshop soll zunächst dazu dienen, Erfahrungen über Mentoringverhältnisse auszutauschen. In einem zweiten Schritt sollen positive Erfahrungen gesammelt und konstruktive Gestaltungsmöglichkeiten für beide Seiten im Mentoring entworfen werden.

Referent: Juri Haas ist Grundschullehrer, hat in Mailand promoviert und in Dresden den Vorbereitungsdienst absolviert.

 

Kollegiale Beratung

Die Kollegiale Beratung ist eine Beratungstechnik, mit der in einer Gruppe eine Fragestellung oder ein Problemfall aus dem (Berufs-)Alltag einer teilnehmenden Person besprochen wird. Die Kollegiale Beratung ist von der Gruppe selbstorganisiert, d.h. es gibt keine externe Leitungsperson, und hat den Anspruch, die Teilnehmenden zu befähigen, ihre Probleme selbst zu bewältigen. Im Workshop besprechen wir die Grundhaltung, die der Kollegialen Beratung zugrunde liegt, gehen den Ablauf der Beratung theoretisch durch und üben dann praktisch anhand eines von euch eingebrachten Falles.

Referentin: Bea Tholen arbeitet freiberuflich als Trainerin in der Jugend- und Erwachsenenbildung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Rassismus, Gender, Alternatives Wirtschaften und Demokratiepädagogik.

Datum: 
17. November 2012 - 9:30 - 18:00

Warum Gewerkschaft?


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